Führung Villa Müller

Die Villa Müller in Prag gehört neben dem Haus Tugendhat in Brünn von Mies van der Rohe und der Villa Savoye in Poissy bei Paris von Le Corbusier zu den berühmtesten Häusern der „weißen“ klassischen Moderne. Adolf Loos entwarf für den wohlhabenden Bauunternehmer Dr. Frantisek Müller auf einem Nordhang einen weißen quaderförmigen Baukörper, der im Inneren auf ca. 250 m² Loos‘ Idee eines „Raumplans“ konsequent umsetzt. So erhält jeder einzelne Raum gemäß seiner Bestimmung ein eigenes Volumen, und jedes Volumen ergibt in der Kombination aller Volumina ein System verschiedenster Ebenen, die über 6- bis 8-stufige Treppen eine große zusammenhängende Wohneinheit bilden. Der Innenraum besticht durch die Fülle an Farben, in Kombination mit kostbaren Natursteinen, Holztäfelungen, Vorhangstoffen und Möbelbezügen. Demgegenüber kontrastieren die Fassaden in ihrem weißen glatten Putz und den klein wirkenden gelben Kastenfenstern. Es wurden edle Materialien und Dekors aus verschiedenen Epochen kombiniert.

Die Villa wurde als Wohnsitz für eine dreiköpfige Familie und deren Hausangestellte konzipiert. Auf einer Wohnfläche von 600 m2 verteilen sich unter anderem Salon, Speisezimmer, Damen- und Herrenzimmer, mehrere Schlafzimmer, ein Gästezimmer, Toiletten und Bäder sowie ein Sommerspeisezimmer. Alle Räumlichkeiten können sowohl auf einem repräsentativen als auch auf ökonomischen Weg erschlossen werden. Ein Lift und ein Speiseaufzug erleichtern den Verkehr.

Heute ist die Villa restaurier und steht dem Besucher als Museum offen.

Mucha Museum

Dank der Ausstellung, die sich mit dem Werk und Leben des berühmten Malers Alfons Mucha auseinandersetzt, können die Schülerinnen und Schüler die Kunst des Jugendstils bewundern. Das Museum befindet sich im Barockbau des Kaunitz-Palais im historischen Zentrum von Prag. Den Besuchern werden ungefähr 100 Werke präsentiert, wobei es sich vor allem um Ölgemälden, Zeichnungen und Skulpturen handelt. Es werden aber auch Fotografien und persönliche Gegenständen aus dem Leben des Künstlers gezeigt. Natürlich bekommt man hier auch die weltberühmte Plakatschöpfung von Mucha zur Sicht. Zum Schluss kann die Schulklasse den Einblick in das Atelier des Malers genießen, welches Originalmöbel sowie Fotografien aus seinem Aufenthalt in Paris beinhaltet. Das Alfons Mucha Museum verwandelt die Klassenfahrt nach Prag in ein künstlerisches Erlebnis.

Das Náprstek-Museum

Die Schülerinnen und Schüler werden sich vor dem Besuch dieses Objekts sicherlich zwei Fragen stellen. Erstens, wie spricht man den Namen des Museum richtig aus und zweitens, wer war eigentlich der mit dieser Exposition verbunder Vojtěch Náprstek? Während der Klassenfahrt nach Prag wird sich herausstellen, dass sich hinter diesem Namen eine sehr interessante Person verbirgt, welche in der tschechischen Hauptstadt das Museum der asiatischen, afrikanischen und amerikanischen Kulturen gegründet hat. Vojtěch Náprstek hat schon als Student Erfahrungen im Ausland gesammelt und danach einige Zeit seines Lebens in den USA verbracht. Dort war als Mitglied einer Expedition tätig, welche mit der Forschung des indianischen Ethnikums „Dakota“ beauftragt wurde. Diese Beschäftigung hat bei ihm die Liebe zum Reisen, zum Endecken von neuen Kulturen und zur Allgemeinbildung erweckt. Im Museum kann die Schulklasse neben verschiedenen exotischen Gegenständen von seinen Reisen ebenfalls zahlreiche Bücher sowie Fotografien des bekannten tschechischen Ethnologen und Philanthropen anschauen.

Prager Wachsmuseum

Die Schülerin und Schüler können auf der Klassenfahrt nach Prag einer Reihe von berühmten Persönlichkeiten auf einem Ort begegnen. Das Wachsmuseum präsentiert zahlreiche tschechische sowie internationale Stars bei ihren gewöhnlichen Tätigkeiten. Die Fachsfiguren sind im Maßstab 1:1 hergestellt und die Besucher haben oft den Eindruck, dass sie tatsächlich einem lebendigen Schauspieler, Sänger oder Politiker in die Augen schauen. Die große Fläche des Museums bietet der Schulklasse die Begegnung mit einer breiten Palette von Persönlichkeiten. Die junge Generation freut sich vor allem, wenn sie ihren Fantasy Held Harry Potter persönlich sehen können, Musikfans wiederum beim der Begegnung mit Michael Jackson. In der ersten Etage befinden sich allerdings Figuren von Persönlichkeiten des düsteren Mittelalters. Die nächsten Räume haben für sich bekannte Sportler, Künstler oder Wissenschaftler reserviert. Das ganze Museum präsentiert eine ausgezeichnete Arbeit der Plastiker, Architekten sowie Visagisten.

Das Lapidarium

Bei der Klassenfahrt nach Prag auf das Messegelände in „Holešovice“ wird die Schulklasse in eine völlig andere Zeit versetzt. Dank des Lapidariums können nämlich die Schülerinnen und Schüler architektonische Besonderheiten sowie Skulpturen aus Stein sogar bis aus dem 11. Jahrhundert besichtigen. Die ganze Sammlung des Nationalmuseums beträgt etwa 2000 Exponate, allerdings werden nur 400 beste Stücke ausgestellt. Die Besucher werden am Anfang der Exposition mit den Arten der Gewinnung von Stein und Verarbeitung der Gesteine bekannt gemacht, weiter erfahren sie, wie man beispielsweise beschädigte Skulpturen pflegen kann. Die Ausstellung ist chronologisch vom 11. bis ins 19 Jahrhundert aufgebaut, sodass die Schulklasse einen Überblick von verschiedenen Kunststilen bekommt. Zu den wertvollsten Skulpturen gehören die von dem Bildhauer und Dombaumeister Petr Parléř sowie die Statuen, welche ursprünglich an der Karlsbrücke standen.